Globale Gemeinschaft mit unseren Geschwistern in Bulgarien.

Unterwegs in Griechenland auf den Spuren des Apostel Paulus. 30.Juli -13. August 2023

Gott baut sein Reich weltweit. Immer wieder ist es schön Christen kennen zu lernen und mit ihnen Gemeinschaft zu haben. Gestartet sind wir mit drei Leuten aus Deutschland Richtung Bulgarien. Dort wurden wir von Gabi am Flughafen herzlich empfangen. In Gabrowo durften wir mit der Gemeinde vor Ort einen wunderbaren Gottesdienst feiern. Eine kleine Gemeinde, doch die Liebe zu Jesus ist sehr groß und ansteckend! Es ist ihr Wunsch und Gebet, dass Leute aus der Nachbarschaft, Freunde und Familie zum Glauben an Jesus Christus kommen. Unserem Herrn ist nichts unmöglich. Lasst uns für unsere Geschwister in Gabrowo beten, dass sie den Mut behalten und sich im Vertrauen von Gott leiten lassen. ER steht über allem und wird zu seiner Gemeinde hinzufügen.

 

Von Donnerstag bis Sonntag durften wir bei der bulgarischen Gemeindefreizeit dabei sein. Es waren Geschwister aus fünf verschiedenen Gemeinden dabei. Gabrowo, Vedrare, Sofia und Plovdiv (türkische Gemeinde) Plovdiv (bulgarische Gemeinde).

Trotz verschiedener Sprachen und Kulturen war die Grundstimmung einfach herzlich und von Jesus selbst durchdrungen.

 

„Die Gemeindefreizeit war für mich eine sehr gesegnete und inspirierende Zeit. Es war schön zu sehen, wie sehr sich die Menschen dafür einsetzten, ihr Bestes für Gott und für die Menschen, die dort waren, zu geben. Vor allem die Kinder, sie haben für jeden Gottesdienst ein Lied oder ein kleines Theaterstück vorbereitet. Sehr beeindruckend. Am Samstag gab es ein Seminar für Frauen und eins für die Männer. Mit den Männern sind wir raus ins Freie gegangen. Wir hatten gute und offene Gespräche. Geendet haben wir mit einer Gebetsrunde. Ich war sehr bewegt von der guten Gemeinschaft und dankbar für den Segen, den Gott geschenkt hat. Im letzten Gottesdienst haben wir gemeinsam das Abendmahl gefeiert –  ein Glaube und ein Geist, der uns verbindet.“ Ademir da Silva, Wolfsburg.

 

Neben der guten Gemeinschaft, einer Bergwanderung, Uno spielen, lachen … gab es Zeit Gebetsanliegen auszutauschen und für einander zu beten.
Ein Gebetsanliegen von vielen: Die Gemeinde in Vedrare macht eine wunderbare Arbeit mit Kindern aus der Nachbarschaft. Einmal pro Woche treffen sie sich. Es werden biblische Geschichten erzählt und Spiele gespielt. Gergana und Micho erzählen, dass immer wieder neue Kinder dazu kommen. Ihr Gebet ist es, dass die Kinder Jesus in ihr Herz aufnehmen und auch die Eltern Jesus kennen und lieben lernen.
Beim Verabschieden kam mehrfach der Satz: „Bis nächstes Jahr“. Wollen wir sehen und beten was Gott vorbereitet. Auf jeden Fall ist es nur gut die jahrelange Beziehung zu unseren Geschwistern in Bulgarien weiter zu pflegen und einander zu stärken. Globales Christsein leben. (Sanna Klinner)

Nach der Freizeit ging unsere Reise zu sechst weiter. Kavala (Neapolis), Philippi, Thessaloniki, Beröa, Athen und Korinth.

 

Hier nun ein paar Eindrücke:

„Eines der wichtigsten Erlebnisse für mich während unserer Reise war der Besuch des Gefängnisses von Paulus. Dort beteten wir Gott mit offenem Herzen an und er schenkte uns friedliche Momente, in denen wir wegen seiner Güte und Herrlichkeit lächeln und weinen konnten. Wir dachten über die Situation nach, in der Paulus und Silas waren. Wie sie selbst in der Dunkelheit, nach der öffentlichen Auspeitschung, immer noch Gott anbeteten und lobten.

Als ich dort saß und über alles nachdachte, was ihnen passiert war, sowie die Berge und die Überreste der ehemaligen Stadt sah und Gott mit allem, was ich hatte, anbetete, konnte ich nicht anders und fing an zu weinen, weil Jesus auch mich, uns alle bedingungslos liebt. Nach diesem Moment war ich mir sicher, dass ich selbst in meinem Gefängnis oder meinem dunklen Moment weiß, dass er immer bei mir ist und mir hilft, aufzustehen. Wie es in Psalm 121 heißt: Er beschütze uns jede Minute.

Ebenso hat mir der Spaziergang auf der Agora im antiken Korinth Freude und Frieden gebracht hat. Ich fand die Bema und hatte die Gelegenheit, allein zu sitzen und meinen Gedanken nachzugehen. In Korinth sprach der Herr zu Paulus und sagte ihm, er solle keine Angst haben und weiter reden, denn er sei bei ihm. Er hat ein großes Volk in dieser Stadt.  Diese Worte sind so kraftvoll, dass sie uns auch heute die Kraft geben, weiterhin mit unseren „Korinthern“ über Gott zu sprechen.

Ich kann sagen, dass diese ganze Reise ein Segen für mich und meine Verbindung mit Gott war. Ich habe neue Leute kennengelernt und es hat mich nur 3 Tage gekostet, sie zu lieben. Und jetzt kann ich deutlich sehen, wie unser Vater uns wie eine Familie zusammenbringt. Vielleicht sind wir in mancher Hinsicht unterschiedlich, aber das Wichtigste ist unsere Liebe zu Jesus.“ Yoanna N., Sofia, Bulgarien.

 

„Es war eine große Freude für mich mit der Gruppe auf den Spuren von Paulus in Griechenland unterwegs zu sein. In dieser eine Woche durfte ich Gott neu erleben. Ein besonderer Ort, wo das geschah, war die alte Stadt Philippi. In der Bibel lesen wir, dass Paulus dort mit ein paar Menschen besondere Begegnungen hatte – mit Lydia (in der Nähe von Philippi), der von Dämonen befreiten Frau und dem Aufseher im Gefängnis. Begegnungen, die immer Folgen hatten. Und genau nachdem die Magd vom Dämon befreit wird, kommen Paulus und Silas ins Gefängnis (weil die Besitzer der Magd ihren Gewinn verloren haben). Als wir das Gefängnis gesehen haben, haben wir uns daneben gesetzt, um nachzudenken und den Ort wirklich wahrzunehmen. Nachdem wir kurz gebetet haben, ist uns etwas aufgefallen. Vor uns eröffnete sich ein wunderbarer Blick – die großen Berge. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121,1f) Haben sich Paulus und Silas, die voller Schmerz im dunkelsten Gefängnis saßen, an diese Worte des Psalmisten erinnert? Ich denke ja, weil genau in der Dunkelheit und in den Schmerzen, haben sie gewählt zu Gott zu beten und ihn mit Liedern zu loben. Und dann habe ich mich gefragt, was ist meine Wahl in meinen dunkelsten und schmerzhaften Momenten? Bleibt mein Fokus auf Gott und seiner Liebe und Souveränität? Oder konzentriere ich mich auf die unangenehme Situation? Wenn wir in die Dunkelheit (Gefängnis) geraten sind, müssen wir zum Licht schauen („Ich bin das Licht für die Welt.“ Johannes 8,12a) und dann werden wir sicherlich unsere Freiheit und unseren Frieden finden. Und noch ein Gedanke: Unser Herr kann mit einfachen Menschen etwas Großes tun!“ Gabi S., Gabrowo, Bulgarien

 

„Wenn man in dem antiken Philippi ist, bekommt man ein Gespür dafür, wie es zu Zeiten von Paulus war. Das antike Theater ist zu sehen; die Agora, wo Paulus und Silas von Jesus erzählt haben und geschlagen wurden; sowie das Gefängnis in dem sie gefangen waren (Apg. 16,11-40).

Für mich war es sehr bewegend das Gefängnis zu sehen. Obwohl Paulus und Silas geschlagen wurden und in das dunkle Gefängnis kamen haben sie gebetet und Gott gelobt, Jesus Christus, unseren Retter. 

Meine Botschaft: wenn du finstere Momente in deinem Leben hast oder das Gefühl hingefallen zu sein, bete zu Gott, sing ihm Lieder und erfahre wie Licht in dein Leben kommt.

DARK – PRAY – LIGHT (Finsternis – Gebet – Licht) 

 

Noch ein weiterer Gedanke, der mich neu bewegt hat. In der Bibel lesen wir, dass Paulus nach einigen Tagen vorhatte, Korinth zu verlassen. „Als sie ihm aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: „Euer Blut komme über euer Haupt; ohne Schuld geh ich von nun an zu den Heiden.“ (Apg. 18,6) Paulus mochte diese Menschen nicht, er wollte weg. Aber nun lest 1.Korinther 13. Gerade in dem Brief an die Korinther lesen wir die beste Beschreibung echter Liebe.

Ich bin Gott sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte auf den Spuren von Paulus unterwegs sein zu dürfen. Alle Ehre gebührt Gott allein!“

Martin I., Pavlikeni, Bulgarien.

 

„Auch haben wir den Ort besucht, an dem Lydia – die erste Christin in Europa – von Paulus getauft wird. Ihre Entscheidung verändert nicht nur ihr Leben, sondern auch gleichzeitig das Leben ihrer ganzen Familie. Die Ruhe und der Frieden, von dem dieser Ort mitsamt seiner Kapelle umgeben ist, sind wahrhaftig spürbar und strahlen noch heute eine unbändige Kraft aus. In mitten der vielen Ruinen, die uns auf unserer Reise noch begegnen werden, finde ich hier eine wahre Oase.“ (Vivian Roese, Wolfsburg)

„An diesem Fluss durften wir eine besondere Begegnung mit zwei Frauen aus Athen haben. Es kam zu einem kostbaren Gespräch, wo Gott es geschenkt hat, das Evangelium frei und offen zu erklären.

Über Thessaloniki und Beröa kamen wir nach Athen. Es war ein besonderer Moment auf dem Areopag zu stehen und Apg. 17 zu lesen. Wenn man vom Areopag herunter schaut, ist die Agora zu sehen. Der Platz, wo das Leben der Athener stattgefunden hat. Der Blick nach oben führt zu der Akropolis, mit prächtigen Bauten. Der Ort, wo verschiedene Götter ihre Tempel hatten. Alles ist umgeben von einer wunderschönen Kulisse, geschaffen von Gott selber, Berge und das Meer. Hier auf dem Areopag berichtet Paulus von dem „unbekannten Gott“  „… der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. …“ Genau dieser Gott wirkt auch heute. Er lebt nicht in irgendwelchen Bauten oder Traditionen, sondern in jedem, der an Jesus Christus glaubt. Und sein Reich bleibt bestehen. (Sanna Klinner)